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Wirtschaft

Hey, Alter!

Wie Corporate Volunteering glücklich machen kann

Von Gabriele Jahns

(Fotografie: Hey, Alter! Inga Stang, Sebastian Schollmeyer, Gabriele Jahns)

Die Anforderungen an Unternehmen, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, wächst gerade in Krisenzeiten deutlich. Dies kann man auch aktuell beobachten. Doch ein gesellschaftliches und soziales Engagement kann im Zuge von Corporate Volunteering Projekten auch positive Effekte auf die eigene Belegschaft haben – wenn sich Mitarbeiter:innen aktiv für gemeinnützige Projekte engagieren. Die unternehmerische Förderung dieser ehrenamtlichen Aktivitäten innerhalb der Arbeitszeit dient nicht nur rein dem »guten Zweck«, sondern sie haben auch für das Unternehmen sehr positive Auswirkungen, nach innen und nach außen. „Hey, Alter!“ ist eine Initiative aus Braunschweig, in der genau das passiert, firmenübergreifend. Hören wir einmal hin was die Mitstreiter dazu sagen:

Martin Bretschneider, Gingco Communication

Es war am Anfang nur so eine Idee, gebrauchte Rechner an Kinder weiterzugeben, die keinen eigenen haben – klar, das macht absolut Sinn, hat aber keine Faszination. Wenn man daraus eine Formel macht, die packend ist und merkfähig, dann wird daraus plötzlich mehr, weil es eine kommunikative Dimension bekommt. Das hat Hey, Alter! geschafft, das haben viele Helfer, Unterstützer, Partner und Spender zu ihrer Sache gemacht. Es freut mich besonders, dass sich unser Engagement auf diese Weise in seiner Wirkung vervielfältigt hat: Viele Rechner für viele Kinder. Und um die geht es.

Moritz Tetzlaff, TrafoHub

Das Projekt ist absolut faszinierend und funktioniert, weil viele engagierte Menschen aus unterschiedlichen Branchen sofort davon überzeugt waren und die Arbeit so auf unglaublich vielseitiger Expertise fußt. Etwas so Sinnvolles in einer Zeit umzusetzen, in der scheinbar wenig geht, ist unglaublich zufriedenstellend, fast berauschend – das motiviert mich dabei zu sein!

Cedric Lachmann, Koordinator Projekt Sandkasten

Als ich davon gehört habe, dass Martin und Moritz das Projekt Hey, Alter! ins Leben gerufen haben, habe ich sofort gedacht: da müssen wir dabei sein. Wir haben an der TU Braunschweig die Plattform Sandkasten, die ehrenamtliches Engagement ermöglicht und unterstützt. Ich persönlich bin auch seit Beginn des Projektes dabei, mache über meine normale Arbeitszeit hinaus also auch ehrenamtlich bei Hey, Alter! mit. Das Projekt ist so toll, weil es mit planbarem Aufwand direkt wirksam ist. Dass alle Akteure und der ganze Prozess so gut zusammenspielen, macht mich sehr stolz und auch sehr zuversichtlich, dass wir auch die zweiten Tausend schaffen werden.

Lukas Tyburzy, Student

Der erste Aufruf über die Sandkastenplattform hat mich direkt angesprochen. Ich dachte mir, ausrangierte PCs an benachteiligte Schüler:innen weitergeben klingt cool und da ich als Informatiker ja vom Fach bin, wusste ich, dass ich sehr gut helfen kann. Ich bin grundsätzlich ein großer Freund des digitalen Unterrichts, hätte mir das für mich selbst in der Schule auch viel mehr gewünscht. Die jetzige Situation sehe ich daher als große Chance für Fortschritt, doch auch hier kommt es auf Chancengleichheit an. Die Idee von Hey, Alter! ist so einfach und naheliegend, dass mir sofort klar war: da muss ich auf jeden Fall dabei sein. Was wir bis hierhin erreicht haben macht mich unglaublich stolz und ich bin froh, ein Teil von Hey, Alter! zu sein.

Jens Scharringhausen, IT Support und Elvis Osmanivic, Auszubildender IT Fachinformatiker ATD GmbH

Als ich von dem Projekt Hey, Alter! das erste Mal gehört habe, war ich begeistert aber auch skeptisch, solch einer Herausforderung gegenüber. Dennoch ist es uns gemeinsam als Team – Geschäftsführung, Teamleiter, technische Ansprechpartner, Kollegen aus dem Datenschutz – gelungen Prozesse zu verbessern und kurze Kommunikationswege zu schaffen. Alle haben freiwillig mit angepackt, um Spendenprojekte grade mit großen Firmen Datenschutz-konform umzusetzen. Ich glaube, dass es etwas Besonderes ist, Mitarbeiter vom Tagesgeschäft abzuziehen und diese Leistung selbständig im Team auszugleichen. Es ist Teamwork, getragen von dem familiären Mindset unserer Organisation, was es uns ermöglicht, jederzeit einen Ansprechpartner für spezielle Fragen im Projekt zur Verfügung zu haben und das macht mich extrem glücklich ein Teil davon zu sein, so Jens Scharringhausen.

Elvis Osmanovic ergänzt:  Es gab Tage, an denen wir von der Menge an Hey, Alter!-Computern überwältigt waren. Aber mit gut organisierter Arbeit und gemeinsam mit den Kollegen war es einfach, das zu schaffen, da fällt auch viel Arbeit oder eine Überstunde nicht ins Gewicht. Denn wenn ich weiß, dass ich morgen ein Kind mit meiner "kleinen Anstrengung" glücklich machen werde, ist es mir egal, wie viel Arbeit Zeit investiert habe. Ich bin wirklich froh, diese Chance zu haben und stolz darauf! Ich bin wirklich froh während der Arbeit an solch einem tollen Projekt mitwirken zu können.

Gabriele Jahns

In Braunschweig geboren, lebt hier und arbeitet deutschlandweit als Prozessberaterin und Business-Coach. Gründungsmitglied bei „Hey, Alter!“ und glücklich, Kindern auf diesem Wege helfen zu können.